Schaffen sie sich ein Glücksdepot Schreiben sie eine Liste mit allen Dingen, die sie anregen, stimulieren, ihre Energie sprudeln lässt und sie beruhigt, wenn es ihnen schlecht geht. Tun sie dies in einem glücklichen Moment – man kann ja auch nicht erst schwimmen lernen, wenn das Ertrinken droht… Wenn sie merken, dass das ADS "zuschlägt" können sie ruhig bleiben und sich Hilfe aus dieser Liste suchen.
Akzeptieren Sie die Furcht davor, dass etwas gut läuft Akzeptieren Sie das nervöse Gefühl, wenn es zu leicht geht, wenn es keinen Konflikt gibt. Komplizieren Sie die Dinge nicht, nur um sie stimulierender zu machen. Und suchen sie nicht nach dem berühmten "Haar in der Suppe". Halten Sie sich vor Augen, dass ADS gewöhnlich eine Tendenz zum Über- oder Hyperfokussieren mit einschließt. Dies kann konstruktiv oder destruktiv genutzt werden. Seien Sie sich der destruktiven Verwendung bewusst : man wälzt zwanghaft irgendwelche Probleme herum, ohne loslassen zu können.
Es ist in Ordnung zwei Dinge gleichzeitig zu tun Eine Unterhaltung führen und dabei stricken, oder duschen und dabei am besten nachdenken, oder beim joggen einen Geschäftstermin planen. ADS'ler müssen oft mehrere Dinge gleichzeitig tun, um überhaupt etwas zustande zu bringen.
Stimmungswechsel verstehen lernen Lernen Sie Ihre Stimmungswechsel zu verstehen und suchen Sie Wege, diese in den Griff zu bekommen. Sie müssen wissen, dass Ihre Laune von einem Moment zum nächsten wechseln kann, unabhängig von dem, was um Sie herum passiert. Verschwenden Sie nicht Ihre Zeit damit, über die Gründe nachzugrübeln oder einen Schuldigen zu suchen. Konzentrieren Sie sich lieber darauf schlechte Laune tolerieren zu lernen, wissend, dass sie wieder vorübergeht. Lernen Sie Strategien, um dies schneller passieren zu lassen. Situationswechsel, z.B. neue Aktivitäten (vorzugsweise interaktiv): ein Gespräch mit einem Freund, ein Tennisspiel oder ein Buch lesen können helfen. Spielen Sie im Kopf Szenarios über den Umgang mit den unvermeidbaren Tiefpunkten durch. Halten Sie eine Liste mit Freunden, die Sie anrufen können. Legen Sie sich einige fesselnde Videos zu, die Sie auf andere Gedanken bringen. Bekämpfen Sie Ihre Tiefs mit körperlicher Bewegung. Halten Sie sich einen Boxsack oder ein Boxkissen, an dem Sie Ihre zornige Energie abreagieren können. Üben Sie motivierende Selbstgespräche, wie: " Das war alles schon da, alles schon gehabt. Das sind die ADS- Blues. Das geht bald vorbei. DU BIST O.K."
"Es sind die stärksten Charakteren, denen Gott die größten Herausforderungen gibt. Nehme es als Kompliment!" Aus dem Film Zurück zu dir
Nehmen Sie ,,Auszeiten"! Wenn Sie sauer oder überdreht sind, nehmen Sie eine ,,Auszeit". Gehen Sie weg. Beruhigen Sie sich.
Minipanik verstehen und akzeptieren Etwas ,,schreckt" Ihr psychologisches System auf, ein Wechsel oder Übergang, eine Enttäuschung oder sogar ein Erfolg. Der Auslöser kann ziemlich banaler Art sein. Darauf folgt eine ,,Minipanik" mit einem plötzlichen Perspektivenverlust, die Welt steht plötzlich Kopf. Sie versuchen, mit dieser Panik fertig zu werden, indem Sie den einen oder anderen Aspekt der Situation im Kopf hin- und herwälzen und in zwanghafte Grübeleien verfallen. Dies kann Stunden, Tage und sogar Monate andauern.
Nehmen sie Rückschläge nicht nur in Kauf, sondern planen sie sie mit ein Erwarten Sie und stellen Sie sich ein auf den unweigerlichen Zusammenbruch von X % Ihrer Unternehmungen, eingegangenen Beziehungen und Verpflichtungen.
Rechnen Sie mit Niedergeschlagenheit nach Erfolgen Leute mit ADS fühlen sich paradoxerweise häufig depressiv nach einem großen Erfolg. Das kommt daher, dass die hohe Erregung durch die Herausforderung, Jagd oder Vorbereitung vorbei ist. Es ist vollbracht. Ob er gewinnt oder verliert - der Erwachsene mit ADS vermisst den Konflikt, die Stimulation und Depression stellt sich ein. ersuchen Sie, Erfolgsmomente möglichst lange nachwirken zu lassen und in Erinnerung zu behalten, damit sie sich über die Zeit anhaltend positiv auf Sie auswirken. Das müssen Sie sich ganz bewusst antrainieren, denn sonst vergessen Sie es wieder.
Lernen Sie, Ihr eigener Fürsprecher zu sein Erwachsene mit ADS sind es so gewohnt kritisiert zu werden, dass sie sich oft unnötigerweise defensiv verhalten, wenn sie ihre Sache vertreten. Lernen Sie aus der Defensive zu kommen. enn sie etwas richtig machen oder es gut klappt tun vor allem Frauen es als "Zufall" oder "Das war ja auch leicht!" ab... Rückschläge halten sie aber für die Norm. Änderns sie dieses Verhalten. Sprechen sie positiv über ihre Leistungen.
Nehmen sie ihr ADS mit Humor Lernen Sie, mit sich selbst und mit anderen über Ihre diversen Symptome zu scherzen, wie zum Beispiel: - über Ihre Vergesslichkeit,
- über Ihre ,,Begabung", sich ständig zu verlaufen,
- über Ihre Taktlosigkeit und Impulsivität,
- über was auch immer.
Wenn Sie sich selbst entspannt und mit einem Sinn für Humor betrachten können, werden Ihnen andere vieles viel leichter nachsehen.
Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt. JOACHIM RINGELNATZ, deutscher Schriftsteller
Geben Sie Ihre Schuldgefühle über Ihr,, Superreiz-suchendes" Verhalten auf ADS'ler suchen den Kick, dass Besondere. Denn nur besonders stimulierende Situationen oder Reize gleichen ihre Aufmerksamkeits-Störung aus. Akzeptieren Sie, dass Sie sich zu stark stimulierenden Ereignissen und Dingen hingezogen fühlen. ersuchen Sie, eine ,,weise" Wahl zu treffen, anstatt über vergangene ,,schlechte" Entscheidungen zu brüten.
Positive Grundeinstellung entwickeln, Ängste rational angehen Versuchen Sie, die negative Einstellung loszuwerden, die Sie vielleicht in den Jahren Ihres Lebens infiziert hat, in denen Sie nicht wussten, dass Sie ADS haben. Ein guter Psychotherapeut könnte hierbei hilfreich sein.
Wie wir die Arbeit anschauen, so schaut uns die Arbeit wieder an. SPRICHWORT
Oft reden wir uns ein, etwas müsse schief gehen und dann geht es auch schief.. Fachleuten nennen das "Selbsterfüllende Prophezeiungen". Durchbrechen sie diese negative Denkspirale! Wie wahrscheinlich ist es, dass ihre Pläne immer schief gehen...? Fühlen sie sich nicht an Normen gebunden Fühlen Sie sich nicht an konventionelle Karrieren oder konventionelle Methoden, mit Problemen umzugehen, gekettet. Geben Sie sich die Erlaubnis, sie selbst zu sein. Versuchen Sie nicht mehr, die Person zu sein, die Sie glauben sein zu müssen - der Vorzeigestudent oder der organisierte Manager, zum Beispiel - und lassen Sie sich so sein, wie Sie sind. Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut. KARL VALENTIN, bayerischer Komiker und Schriftsteller
Liebeskummer Liebeskummer empfinden wir als das schmerzhafteste, was ein Mensch empfinden kann. Die Zurückweisung eines Partners stürzt den ohnehin verunsicherten ADS'ler in ein tiefes Loch. Sie verlieren erst recht ihr Selbstbewusstsein und gehen nicht selten für ihren Partner weiter als es der Stolz erlauben sollte. Nicht selten erleben ADS'ler eine starke Abhängigkeit von ihrem Partner. Nehmen sogar Dinge wie körperliche Gewalt in Kauf, um nicht verlassen zu werden. Um so mehr sie abgelehnt werden, um so intensiver werden die Gefühle. Eine falsche Liebe kann so schnell zum Teufelskreis werden. Bei akuten Liebeskummer ist Wut hilfreich! Nehmen sie sich in einem stillen Moment Zeit eine Liste zu erstellen, in dem sie alles aufschreiben, was sie so wertvoll macht. Klar, das kostet Überwindung. Aber glauben Sie, sie haben sehr wertvolle Eigenschaften! Wenn sie jemand (unberechtigt) zurückstößt, haben sie etwas, was sie durchlesen können. Lassen sie sich von Freunden sagen, wie wertvoll sie sind und Liebe und Glück verdient haben. ADS'ler vergessen das gerne. Lassen sie sich helfen, Wut statt Trauer zu entwickeln, die Menschen, die seine Grenzen überschreiten und ihnen wehtun zurückzuweisen und auch mal laut zu werden. Erinnern sie sich daran, dass sie das Recht haben zu widersprechen. Wut ist besser zu steuern als Angst und Scham. Wut stimuliert den ADS'ler und Stimulation bringt den ADS'ler dazu aktiv zu werden. Sie können sich mit intensiven Sport oder Arbeiten ablenken, statt müde und matt weiterzugrübeln. Nehmen sie die Meinungen vertrauter Personen ernst, denken sie (in einem guten Moment) über die Bedenken ihrer Lieben nach. Sie sollen natürlich nicht alles tun, was sie sagen. Aber wenigstens drüber nachdenken. Unterscheiden sie dabei zwischen denen Freunden, die ihnen nur kein Glück gönnen (oder selbst Interesse an ihnen haben) und denen, die ihnen wirklich beistehen wollen.
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