| 1. Schritt: Umgang mit dem ADS an sich |
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Gehen sie zu einem Fachmann! Auch wenn ihnen vielleicht alles, was ich (oder ein anderer ADS'ler) hier schildere, bekannt vorkommt... Fragen Sie in Zweifelsfällen immer einen Therapeuten oder Fachkundigen Ihres Vertrauens in einer persönlichen Begegnung. Und zwar mit jemandem, der ADS wirklich versteht und der verwandte oder ähnliche Störungen wie Angstzustände, reaktive Depression, Schilddrüsen-Überfunktion, manisch-depressive Krankheit oder Zwangsneurosen ausgeschlossen hat. ADS ist eine Erklärung für ihre Probleme. Keine Entschuldigung! Sehen sie die Stärken von ADS! Legen sie sich nicht in ihr Bett, ziehen die Decke über den Kopf und sagen: "Hat eh kein Sinn, ich habe ja ADS". ADS ist eine Herausforderung! ADS'ler haben das Potential für sehr große Ideen und Visionen, denn sie lernen schon von Kind an gegen diese "unsichtbare Wand" anzukämpfen und Dinge zu machen, die anderen nur halb so schwer fallen. Vor allem aber haben ADS'ler ein großes Potential an Kreativität und "Andersdenken", eine visionäre Vorstellungskraft. Sie denken große Gedanken und träumen große Träume. Sie können in ihrer Vorstellungswelt aus der kleinsten Ideen einen großen Durchbruch machen, Zufallsbegegnung zu wunderschönen gemeinsamen Abenden machen. Sie leben von Träumen, benötigen "nur" organisatorische Methoden um effektiv handeln zu können und auf dem richtigen Weg zu bleiben. Lernen Sie Symbole, Mottos, Sprichwörter als Etiketten zu benutzen, als Kurzbezeichnungen, um Ausrutscher, Fehler oder Stimmungsschwankungen schnell in die richtige Perspektive zu setzen. Wenn Sie links statt rechts abbiegen und Ihrer Familie einen Umweg von 20 Minuten verschaffen, ist es besser zu sagen "das war wieder mal mein ADS", als sich 6 Stunden lang über Ihren unbewussten Drang, die ganze Reise zu sabotieren, zu streiten. Das sind keine Entschuldigungen. Die Verantwortung für das, was Sie tun, müssen Sie trotzdem übernehmen. Es ist nur gut zu wissen, wo die Ursachen für Ihre Handlungen herkommen und wo nicht. ADS ist keine Charakterschwäche Denken Sie daran, dass das, was Sie haben, eine neurobiologische Störung ist. Sie wird genetisch übertragen. Sie hat eine biologische Ursache in der Art, wie Ihr Gehirn geschaltet ist. Es ist KEINE KRANKHEIT des Willens und auch kein moralisches Versagen. Es wird weder durch Charakterschwäche noch durch Unreife verursacht. Eine Heilung kann weder durch Willensstärke, noch durch Bestrafung, noch durch Opfer oder Schmerzen erzielt werden. DENKEN SIE IMMER DARAN: Viele Menschen mit ADS haben große Probleme damit, zu akzeptieren, dass das Syndrom eine neurobiologische Ursache hat und keine Charakterschwäche ist. Eignen sich sich Kenntnisse über ADS an Um überhaupt etwas zu ändern, müssen sie ihr ADS erst einmal verstehen lernen. Lesen Sie Bücher. Reden Sie mit Fachleuten. Reden Sie mit anderen Erwachsenen, die ADS haben (zum Beispiel in meinem Forum oder in Selbsthilfegruppen) Nur so können sie ihre eigene Therapie sinnvoll gestalten. Ziehen sie einen Strich unter ihre Vergangenheit Viele Menschen mit ADS mussten in ihrem Leben schon sehr viel Leid durchleben und wollten schon mehrmals resigniert aufgeben oder haben es sogar getan. Hoffnung wird mit wiederholtem Versagen gleichgesetzt, jeder Neuanfang ein Risiko noch mehr ertragen zu müssen. Nun aber wissen sie den Grund für diese Leidensgeschichte... trauen sie sich also noch einmal und ziehen einen dicken, fetten Strich unter ihre Vergangenheit. Die erste Zeit (der so genannte Trauerzyklus) werden sie mit Wut und Trauer über verpatzte Chancen und Jahre zu kämpfen haben, aber sie können wieder hoffen! Ich kann nicht an andere Ufer vordringen, wenn ich nicht den Mut aufbringe, die alten zu verlassen. ANDRÉ GIDE, französischer Schriftsteller
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Alle Hinweise/ Empfehlungen ohne jede Gewähr. Fragen Sie in Zweifelfällen immer einen Therapeuten/ Fachkundigen Ihres Vertrauens in einer persönlichen Begegnung. Sofern psychologisch-psychotherapeutische Methoden, Verfahren oder Techniken ausgeführt werden, wird keinerlei Gewährleistung über den Nutzen oder die Unbedenklichkeit dieser Methoden, Verfahren oder Techniken übernommen. Sofern Sie sich in Therapie befinden, sollten Sie diese Methoden auch nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Therapeut/In anwenden. Eine Haftung der AutorIn für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen!
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